securix.io

Tarifvertrag sicherheitsgewerbe flughafen

A.S.P. erhielt im November 2018 den Zuschlag für die Bereitstellung von Sicherheits- und Kundendienst am Flughafen Greater Sudbury. Anfang Juli wurde von ST, der Gewerkschaft der Service- und Kommunikationsangestellten (SEKO), der Schwedischen Transportarbeitergewerkschaft (Verkehr) und Unionen über einen Sympathiestreik gegen Ryanair (auf Schwedisch) informiert. Der Streik wurde ausgerufen, weil Ryanair sich geweigert hatte, einen Tarifvertrag mit der dänischen Flugpersonalgewerkschaft (FPU) zu unterzeichnen. Der Streik sollte am 18. Juli 2015 für Mitglieder von ST, SEKO und Transport beginnen, und am 22. Juli 2015 für Mitglieder von Unionen, wenn Ryanair seinen Flugverkehr vom Flughafen Kopenhagen auf schwedische Flughäfen umleitete. Ryanair verlegte stattdessen seinen Luftwaffenstützpunkt nach Kaunas in Litauen (auf Schwedisch), um Streiks in Schweden abzuwenden. Anfang 2015 unterzeichneten drei staatliche Vermögensverwaltungsinstitute eine Vereinbarung über den gemeinsamen Verkauf einer kombinierten 91,58%-Beteiligung an der nationalen Fluggesellschaft Adria Airways (AA). Das Schicksal von AA liegt derzeit in den Händen der Slowenischen Sovereign Holding (SSH), einer Aktiengesellschaft, die sich vollständig im Besitz der Regierung befindet. Die Eigentümer müssen bis Ende November 2015 über eine Kapitalisierung in Höhe von 8 Mio. EUR entscheiden.

Laut der nationalen Tageszeitung Daily Delo sind eine weitere Kapitalisierung oder ein Konkurs für AA möglich. Die Wachen am Flughafen Calgary werden von ASP Security Services mit Sitz in Ontario beschäftigt, einem Unternehmen, das beauftragt ist, Passagiere und die Öffentlichkeit zu versorgen. ASP ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von ICTS Europe, einem der weltweit größten Arbeitgeber von Sicherheitswachen in der Luftfahrt. In Finnland zog sich der Streit zwischen zwei Gewerkschaften, der finnischen Kabinenbesatzungsgewerkschaft (SLSY) und der Finnischen Luftfahrtgewerkschaft (IAU) und der Union der Arbeitgeber im Dienstleistungssektor (PALTA) im Frühjahr und bis Ende Mai 2015 hin. Zu diesem Streit gehörten mehrere angedrohte Streiks und ein Streik im Bodenverkehr an allen großen finnischen Flughäfen. In dem Streit ging es um die Tarifverträge für Bodenabfertigungs- und Flugbegleiter bei Airpro, einer Tochtergesellschaft der ehemaligen Zivilluftfahrtbehörde Finavia, die heute als öffentliches Unternehmen geführt wird. Es gab einen gültigen Tarifvertrag auf Unternehmensebene und zwei weitere bestehende Branchenvereinbarungen, die theoretisch Bodenabfertigung und Flugbegleiterdienste abdeckten. Die Kunden von Airpro im Bereich Bodenabfertigung und Flugbegleiter sind hauptsächlich Billigfluggesellschaften, und IAU und SLSY haben Finavia “kollektiven Vertragseinkauf” vorgeworfen. Sie behaupten, das Unternehmen unterstütze Billigfluggesellschaften auf Kosten der Arbeitnehmer, indem es die billigste anwendbare Vereinbarung “pflücken”. Die Vereinbarung auf Unternehmensebene bietet niedrigere Löhne und berücksichtigt nicht die Besonderheiten der Flugbegleiterdienste. Mit Hilfe des nationalen Schlichters wurde der Streit schließlich im Mai beigelegt. Die Einzelheiten des Vergleichs wurden nicht bekannt gegeben, aber die Anwendbarkeit des Tarifvertrags auf Unternehmensebene bleibt wie vor dem Rechtsstreit.

Die europäische Luftverkehrsindustrie durchläuft turbulente Zeiten. Eine Reihe von Tarifstreitigkeiten in jüngster Zeit hat die Aspekte der Arbeitsbedingungen und die Bedingungen des Arbeitsverhältnisses, insbesondere den Sozialschutz, in den Mittelpunkt gerückt. Am 31. August gab der Gewerkschaftsführer bekannt, dass eine Einigung über alle 14 Anträge erzielt worden sei, aber das Problem von 100 Mitarbeitern, die keine Position im Unternehmen besetzen konnten, müsse noch gelöst werden.